Offener Balkan-Brass Workshop des Posaunenchors der Lukaskirchengemeinde, Bonn

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06-INFO

Offener Balkan-Brass Workshop des Posaunenchors der Lukaskirchengemeinde, Bonn

Annette Maye, Foto: Yoshi Toscani

Schön – schräg – schrill
Workshop Balkan-Brass mit Annette Maye

Das geht vom Kopf sofort in die Füße! Wer es einmal erlebt hat, weiß wie mitreißend Balkan-Brass ist: Laut, bunt, rhythmisch, mal melancholisch, vor allem aber ansteckend-lebensfroh. Von den Klassikern des Genres wie „Fanfare Ciocarlia“ haben längst zahlreiche Bläsergruppen gelernt. Nicht nur  Formationen wie „LaBrassBanda“ rocken inzwischen mit Balkan-Brass-Anleihen ganze Säle.

Doch wie funktionert das? Wie spielt man so gekonnt schräg und schrill, dass es schön wird? Wie entstehen im Zusammenspiel diese mitreißenden Rhythmen? Das verrät beim zweiten Workshop des Posaunenchors der Lukaskirchengemeinde, Bonn, die Klarinettistin und Hochschuldozentin Annette Maye aus Köln. Seit Jahren ist sie in Sachen Jazz und Weltmusik unterwegs – solistisch, in eigenen Ensembles oder auch mit der „Schäl-Sick-Brass-Band“.

Der Workshop findet am 23. Juni im Evangelischen Gemeindeforum Auerberg in der Helsinkistrasse 4, 53117 Bonn, statt. Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl können nur wenige Plätze an Nichtmitglieder vergeben werden, für die die Anmeldung ab Montag, den 29. April, über die Facebook-Seite des Posaunenchors (www.facebook.com/posaunenchor.lukas) oder per Mail (posaunenchor-lukas@t-online.de) möglich ist. Für Nichtmitglieder des Posaunenchors beträgt die Teilnahmegebühr 50,00 Euro. Schüler und Studenten zahlen die Hälfte.


Annette Maye
Nach ihrem Studium der Osteuropäischen Geschichte, Musikwissenschaft und Russisch absolvierte Annette Maye von 2001-2005 ein Jazz-Klarinettenstudium an der Musikhochschule Köln, und verbrachte ein halbes Jahr als Stipendiatin am Conservatoire Nationale Supérieur in Paris.
Die Musikerin beschäftigt sich mit Jazz, Weltmusik, zeitgenössischer Musik und Improvisation. Sie spielte mit international renommierten Musikern und Ensembles wie u.a. Gianluigi Trovesi, Michel Godard, Günter Baby Sommer, Glen Velez, Giora Feidman, Mohamed Mounir, Tonkünstlerorchester Niederösterreich, und arbeitet aktuell mit dem Theaterregisseur Robert Wilson (USA).
Ihre Bands sind das Oriental-Jazz Trio „ensemble FisFüz“, das Modern Klezmer-Duo „Doyna“, das Quartett „Annette Maye´s Vinograd Express“, die Weltmusik-Formation „Tabadoul Orchestra“ oder das Spieluhrenprojekt „Il Lusorius“. Maye war langjähriges Mitglied der Weltmusik-Band „Schäl Sick Brass Band“.
2016 erhielt sie den Künstlerinnenpreis NRW des Landes NRW, und bereits 1998 den SWR-Weltmusikpreis mit dem ensemble FisFüz.
Konzertreisen führten sie durch ganz Europa, Nordafrika, die Länder des Nahen Ostens, Japan, China, Südkorea, Taiwan und die USA. Sie produzierte zahlreiche CDs, spielte viele Musiktheater- und Rundfunk-Produktionen. Seit 2001 unterrichtet sie an der Offenen Jazzhausschule Köln und leitet seit 2013 das internationale Klarinettenfestival „Multiphonics“.